Das Formula-Student-Team „Road Arrow“ hat das erste elektrisch angetriebene Rennfahrzeug Serbiens erstmals öffentlich vorgestellt. An diesem anspruchsvollen Projekt haben in den vergangenen zwei Jahren rund hundert Studierende der Fakultäten für Maschinenbau, Elektrotechnik, Technologie und Metallurgie, Architektur und Organisationswissenschaften der Universität Belgrad sowie ihre Kommilitonen von der Militärakademie und der Fakultät für Dramatische Künste intensiv gearbeitet.
Konstruktion und Bau eines Elektrofahrzeugs sind selbst für Fachleute der modernen Automobilindustrie ein anspruchsvolles Projekt – und diese jungen, ehrgeizigen Menschen haben gezeigt, dass sie mit der modernen Technologie Schritt halten.
Die wichtigste Innovation ist das Monocoque-Chassis aus Kohlefaser, das die aerodynamische und dynamische Leistung des Fahrzeugs deutlich verbessert. Die Dynamik des Elektro-Formelwagens wird zusätzlich durch den Allradantrieb verbessert: In den Rädern sitzen Elektromotoren mit je 20 kW. Neben vielen eigenen Lösungen hat das Team auch eigene Lithium-Polymer-Akkus entwickelt, die das Fahrzeug mit Energie versorgen. Neu ist, dass die Akkus neben dem Fahrer sitzen und nicht hinter ihm, wie bei anderen Fahrzeugen.
Das Team hat außerdem die gesamte Elektronik selbst entwickelt, darunter das Batteriemanagementsystem (BMS), das Motorsteuergerät (ECU), die Steuereinheit für die Niedervoltakkus, die Telemetrie und das Schutzsystem. Diese Innovationen ermöglichen es dem Elektro-Formelwagen theoretisch, in weniger als drei Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen.
Das Elektrofahrzeug – eine neue Etappe in der Entwicklung von „Road Arrow“
Bei der Präsentation des E-Formelwagens im gut gefüllten Hörsaal der Fakultät für Maschinenbau wurde der Werdegang von „Road Arrow“ von der Gründung 2010 bis heute gezeigt, mit allen Erfolgen und Innovationen, die Jahr für Jahr auf ein höheres Niveau gebracht wurden. Seit 2012, als sie mit ihrem ersten Rennwagen beim Wettbewerb in Silverstone in Großbritannien antraten, haben diese jungen Enthusiasten insgesamt neun Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor gebaut und an mehr als 20 Wettbewerben in ganz Europa teilgenommen.
Der Bau des ersten Elektro-Formelwagens markiert eine neue Etappe in der Entwicklung von „Road Arrow“. Ab der nächsten Saison widmet sich das Team ausschließlich der Konstruktion von E-Fahrzeugen, mit denen es Serbien künftig bei den renommierten Formula-Student-Wettbewerben vertreten wird.



„Heute Abend verabschieden wir uns symbolisch von einer wichtigen Epoche von ‚Road Arrow‘. Bei dieser Gelegenheit danken wir allen Menschen, die mit ihrer Begeisterung und Ausdauer diese Marke aufgebaut und so die Voraussetzungen dafür geschaffen haben, dass das heutige Team stolz sein erstes Elektrofahrzeug präsentieren kann“, sagte Bogdan Čarapić, Teamleiter des Formula-Student-Teams „Road Arrow“.
Dušan Šoškić, Leiter des E-Projekts, erinnerte daran, dass die Konstruktion des Fahrzeugs 2019 begann und die Studierenden bei der Arbeit an diesem Projekt sehr viel gelernt haben. Im Namen des Teams dankte er allen Alumni, Professoren und Sponsoren, die das Projekt „Road Arrow“ seit Jahren unterstützen, und besonders dem Hauptsponsor, dem deutschen Unternehmen ZF Serbien.
„Road Arrow“ – ein Band, das die Universität Belgrad verbindet
Bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste betonte der Dekan der Fakultät für Maschinenbau und erste Mentor des Formula-Student-Teams „Road Arrow“, Prof. Dr. Vladimir Popović, dass dieses Projekt bestens zeigt, wie wichtig es ist, Studierende zu begleiten und an das zu glauben, was sie tun.
„Ein zusätzlicher Wert von ‚Road Arrow‘ ist die Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten. Dieses Projekt bringt Studierende von fünf Fakultäten der Universität Belgrad, der Militärakademie und der Fakultät für Dramatische Künste zusammen. Das ist eine sehr schöne Sache, denn an der Universität gibt es nicht viele gemeinsame Dinge, die uns verbinden. Dass wir ein Fahrzeug mit Elektroantrieb präsentieren, zeigt, dass wir moderne Trends aufmerksam verfolgen und vorangehen“, sagte der Dekan der Fakultät für Maschinenbau unter anderem.
Auch der bisherige Dekan, Prof. Dr. Radivoje Mitrović, begrüßte die Anwesenden. Er erinnerte daran, dass die Fakultät für Maschinenbau seit ihrer Gründung Ingenieure mit erstklassigem theoretischem Wissen ausbildet. „Das reicht heute aber nicht mehr. Zum erstklassigen theoretischen Wissen müssen erstklassige praktische Kompetenzen hinzukommen. Das haben wir durch die kontinuierliche Unterstützung des Projekts ‚Road Arrow‘ ermöglicht und durch die Gründung des Studentischen Exzellenzzentrums, das derzeit fünf studentische Teams mit verschiedenen innovativen Projekten vereint“, betonte Prof. Mitrović.



Anschließend sprachen die Dekane und Professoren der Fakultäten, deren Studierende am Projekt „Road Arrow“ arbeiten.
„Das Konzept eines Elektrofahrzeugs ist eine der vollkommensten Plattformen, die Fachleute unterschiedlicher Profile zusammenbringt. In diesem Sinne liegt der größte Wert des Projekts ‚Road Arrow‘ gerade in der Integration von Ingenieurwesen und anderen Disziplinen“, sagte Prof. Dr. Petar Uskoković, Dekan der Fakultät für Technologie und Metallurgie.
Der Prodekan für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft der Fakultät für Elektrotechnik, Prof. Dr. Kosta Jovanović, wies darauf hin, dass Projekte wie „Road Arrow“ es Studierenden in hohem Maße ermöglichen, neben praktischem Wissen auch andere Fähigkeiten zu erwerben, die heute auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. „Andererseits ist das eine Botschaft an ausländische Investoren, dass der Bildungssektor in Serbien fähig und bereit ist, neueste Technologien zu unterstützen“, betonte Prof. Jovanović.
Ein stolzer Sponsor
Im Namen von ZF Serbien, dem Hauptsponsor des Formula-Student-Teams, sprach Geschäftsführer Milan Grujić, selbst ehemaliger Student und Absolvent der Fakultät für Maschinenbau in Belgrad.
„ZF Serbien ist ein stolzer Sponsor, vor allem aber ein Freund des Projekts ‚Road Arrow‘. Uns verbinden die ehrgeizige Vision der Elektromobilität und eine gemeinsame Vorstellung von der Zukunft der Automobilindustrie und ihrer Antreiber und Gestalter – ob es nun um ein Unternehmen geht, das in dieser Branche führend ist, oder um Studierende, die sich darauf vorbereiten, es zu werden. Neben Intelligenz, Wissen, Ausdauer, Kreativität, Offenheit für Veränderungen und entschlossenem Umgang mit Problemen hat das Team Road Arrow eine außergewöhnliche Fähigkeit gezeigt, das, was es sich vornimmt, auch umzusetzen – und solche Menschen verändern die Welt“, betonte Herr Grujić unter anderem.




„ZF Serbien ist ein stolzer Sponsor, vor allem aber ein Freund des Projekts ‚Road Arrow‘. Uns verbinden die ehrgeizige Vision der Elektromobilität und eine gemeinsame Vorstellung von der Zukunft der Automobilindustrie und ihrer Antreiber und Gestalter – ob es nun um ein Unternehmen geht, das in dieser Branche führend ist, oder um Studierende, die sich darauf vorbereiten, es zu werden. Neben Intelligenz, Wissen, Ausdauer, Kreativität, Offenheit für Veränderungen und entschlossenem Umgang mit Problemen hat das Team Road Arrow eine außergewöhnliche Fähigkeit gezeigt, das, was es sich vornimmt, auch umzusetzen – und solche Menschen verändern die Welt“, betonte Herr Grujić unter anderem.

